Hallo ihr lieben Menschen, groß und klein!

Das ist Lisa. Sie geht gerne auf den Spielplatz, trifft andere Familien oder wuselt durchs Nanaya. Jetzt ist sie gerade nicht so gut gelaunt, weil das alles nicht möglich ist. Damit Lisa nicht so trübsinnig ist, haben wir uns ein paar Ideen einfallen lassen - Ideen, die den Tag verkürzen und die Laune heben, bis wir uns alle wieder im Nanaya sehen! Und vielleicht zaubern die Ideen bei euch zu Hause auch das ein oder andere Lächeln ins Gesicht?

Wir freuen uns auf eine spielreiche, lustige Zeit mit Euch!
Lisa, Eva und Claudia

6. April: Kneten, walken, rollen

Was Lisa am Wochenene gemacht hat? Sofort nach dem Aufstehen geschaut, ob die Kresse schon geerntet werden kann und dann - nach den ewigen Erklärungen und dem gefühlt zwanzigsten  "Du-musst-noch-etwas-Warten"-Satz von den Großen - gegossen und gegossen und gegossen...

Lisa liebt es, Sachen zu mischen und zu kneten. Den Käse vom Brot am Tisch zu rollen und zu wuzzeln, das Roggenbrot zu Kugerln zu kneten, die weiche Butter am Tisch auszuwalken ....

Um das Knet-Walk-Roll-Bedürfnis in etwas nervenschonendere Bahnen zu lenken machten wir uns endlich an die schon länger versprochene, selbstgemacht Knete. Also los geht's: Lisa vermischte 200g Mehl und 100g Salz mit ihren Händen. Dann kamen noch 3 EL Öl und 1 EL Zitronensäure dazu. Die Großen färbten 1/4 l kochendes Wasser mit Lebensmittelfarbe und hexten das Wasser vorsichtig (ohne Lisanähe!) in das Mehlgemisch dazu.

Nun mit dem Knethaken geknetet, bis das Gemisch zu einem Teig wird und nicht mehr heiß ist. Schließlich kneteten alle wild, bis die Masse ganz geschmeidig war und mit allem bearbeitet werden konnte, was sich so fand: Nudelwalker, Keksausstecher, Hände ...

Damit wünschen wir allen Frühstücks-Knet-Walk-Roll-Kindern viel Spaß beim Spielen und den Eltern zur Abwechslung mal wieder einen gemütlichen Morgenkaffee!

Anmerkung: Die Knete/der Mehlteig besteht aus Zutaten, die essbar sind. Trotzdem sollte aufgrund des hohen Salzgehaltes der Teig nicht übermäßig verzehrt werden. Wenn also mal ein Fuzzerl im Magen landet ( ärgks.. sauersalzigbäh!) sollte dieser damit umzugehen wissen. Der Teig hält sich in einem luftdicht verschlossenem Behälter mehrere Monate im Kühlschrank. Die Farbe sollte helfen Verwechslungen mit anderen, genießbaren Teigen zu vermeiden. Kneten macht nicht nur Spaß, es ist auch super für die Feinmotorik und die Körperwahrnehmung!

 

3. April: Kresse mit belegtem Brot

Lisa fand heute in der Küchenlade ein Säckchen mit Kressesamen. Das muss natürlich gleich ausprobiert werden!

Zuerst gibt Lisa ein bisschen Watte in eine halbe Eierschalen (oder auf einen Teller oder in ein Sandförmchen oder wo die Kresse halt sein soll) und streut ein paar Kressesamen auf die Watte. Dann das Wichtigste: Gießen und an einen hellen Platz stellen.

Lisa schaut jetzt alle 10 Minuten, ob sich schon etwas tut. Gegen Ungeduld hilft sofort das „belegte Brot“: Lisa legt sich gemütlich auf den Bauch und wird von den Großen „belegt" z.B. mit Legosteinen.

Dieses Spürspiel liebt Lisa besonders, da kann sie so richtig entspannen…. Und dann: Aufspringen, den Belag abschütteln und schauen, ob die Kresse schon gewachsen ist!!!!? Aber die Großen wollen jetzt auch belegt werden - z.B. mit Pixibüchern.

Toll fühlen sich auch mit Sand oder Bohnen gefüllte Stoffsäckchen an. (Eigentlich könnten wir wieder alte einsame Socken füllen, wir haben ja noch genug.)

Oder auch mit Klopapierrollen (ja, genau deshalb haben wir welche zu Hause ;-))))

Ganz schön anstrengend für Lisa, all diese Sachen auf den Rücken der Großen zu schlichten. Hm… Vielleicht wollen die Großen eh nur liegen und nix tun??? Und ist die Kresse eigentlich schon gewachsen????

 

2. April: Kugelbahn für Kleine

Lisa war gestern sehr enttäuscht, dass ihre Kugel nicht durch die Klopapierrolle gepaßt hat. So wird das nix mit der Kugelbahn, weil mit Murmeln darf sie noch nicht spielen und die Holzkugel ist zu groß.

Also fingen die großen Menschen an nachzudenken und legten ihre Köpfe schief, weil das angeblich hilft. Sofort purzelten die Ideen durcheinander und schon ging es los. Die leeren Klopapierrollen wurden einmal der Länge nach auseinandergeschnitten, etwas aufgebogen und gut mit Malerkrepp festgeklebt. Dann passten auch die großen Holzkugeln durch und man konnte ihnen beim Rollen sogar zusehen.

Nun wurde immer ein Element geklebt und dann musste Lisa unbedingt testen, ob die Kugel auch gut durchrollte oder hängen blieb.

Upcycling ist grad ganz in Mode, also wurden auch Taschentuchboxen, alte Obstschachteln, Tetrapacks und aufgeschnittene Plastikflaschen ausprobiert. Bis wir alle mit dem Ergebnis unsere Freude hatten.

Dann stand einem verspieltverkugeltem Tag nichts mehr im Wege und wir wissen endlich den wahren Grund, warum soviel Klopapier gehamstert wurde!

Anmerkung: Es wurden Holzkugeln mit ca. 5 cm Durchmesser verwendet, wie sie bei den meisten Kleinkinderkugelnbahnen dabei sind. Sonst findet sich hoffentlich etwas Anderes, das auch gut rollt und nicht verschluckbar ist.

Der Trichter am Ende der Kugelbahn wurde aus 4 Lagen A3-Papier geformt. Das Papier wurde zunächst 90 Grad versetzt zusammengeklebt und dann so ausgeschnitten, dass in der Mitte ein Kreisloch von ca. 7 cm blieb:

Der Spalt wurde so übereinander geschoben, dass ein Trichter entstand und außen mit Malerkrepp fixiert. Von einem Plastiktiegel wurde der Boden abgeschnitten und der Trichter mit einen starken Klebeband daraufgeklebt (hier rosa):

Nun geht es ans Aufstellen und Experimentieren. Sollte man noch ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn unter einem haben, dann bitte den Trichter auf etwas weiches Stellen um die Kugel abzudämpfen.

1. April: Eltern-Kind-Café vermisst

Lisa vermisst das Eltern-Kind-Cafe. Denn Mittwoch ist ja eigentlich Eltern-Kind-Cafe... Rutschen, angelutschte Hirsebällchen teilen und im Gegenzug einen abgeschleckten Apfel erhalten ... Und wo ist eigentlich Conny? Hier ist sie nicht ...

Hier vielleicht? Auch nicht...

Die Großen halfen Lisa, Conny zu finden. Denn die ist jetzt hier:
https://praxisdeslebens.at/
Für die großen Menschen mögen die Online-Angebote eine tolle Unterstützung sein - aber Lisa mag Ruuuuuutschen!

Also schaute Lisa noch bei der Nanaya-Mitarbeiterin Michaela vorbei, was sie so macht.
https://michaela.thiesen.at/01-spiele-fuer-die-corona-zeit/

Da entdeckte Lisa, dass es auf Michaelas Seite auch ein paar Ideen gibt, die sie sofort ausprobieren wollte! Mamaaaaaaaaa! Papaaaaaaaa! Schaut mal!!!!!!!! Ich will Knete machen!!!!!!!!!!!!!!!!! Und den Bewegungsparcour noch mal… und die Klorollenkugelbahn...und....….

Hmm... das mit der Klorollenkugelbahn funktionierte noch nicht so ganz... Aber vielleicht war das auch Absicht und Lisa hat uns ... sie wird doch nicht... April, April!!!! Einen schönen 1. April-Scherz-Tag Euch allen!

31. März: Sockenmemory und Sockenschlangen

Lisa hat die letzten Tage ganz viel in der Singel-Socken-Börse gespielt. Heute wollte sie etwas Besonderes mit den Socken machen. Dazu haben wir zunächst unterschiedliche Socken und immer zwei gleiche Gegenstände gesucht.

Dann haben wir die Gegenstände in den Socken versteckt.

Wo waren jetzt nochmal die beiden Bausteine?

Das Fühlen machte besonders Spaß als noch unterschiedliche Materialien dazukamen: ein Schwamm, ein Holzbaustein, ein Ball.... Wenn die Großen besonders motiviert sind und Zeit haben, kann sogar eine Memory-Fühlschlange entstehen! Dazu stopfte Lisa wie vorher in jeden alten Socken irgendetwas zum Fühlen und Erspüren.

Ein netter großer Mensch hat mit der Nähmaschine die einzelnen Socken, die ihm Lisa ausgesucht hat, zu einer langen Schlange genäht.

Lisa füllte immer zwei Socken gleich, um wie vorher schon mit den Großen Fühlmemory spielen zu können. Oder einfach spüren und raten was drin ist.

Oder mit der Schlange durch die Wohnung schlängeln. Oder einen Schlangentanz machen. Oder sich eine zweite Schlange nähen lassen und dann ein Schlangenlied singen….

30. März: Der Frühling drinnen und draußen

Am Wochenende war Lisa endlich einmal draußen im Wald. Die vergangenen zwei Wochen war sie etwas unsicher mit dem Rausgehen, weil es ja heißt "Bleib zuhaus' " Aber Lisa war schon sehr hibbelig und da es die Ausnahmeregelung gibt, dass man mit Menschen mit denen man zusammen wohnt, spazieren gehen kann, hat Lisa den lang gewünschten Waldspaziergang bekommen! Sie hat sicherheitshalber auch zu den Bäumen und Blumen 1 m Abstand gehalten, sicher ist sicher. Im Wald haben wir nach dem Frühling Ausschau gehalten. Hier hat Lisa ihn gefunden...

.. und hier ...

... und hier ...

.. und da hat sie ihn entdeckt ...

... und da war er auch schon!

Am lustigsten war für Lisa aber das Baumstammbalancieren und Baumstumpfspringen!

Zuhause angekommen hatten sich alle vorbildich die Hände gewaschen (Lisa, die Mitspazierer und der Hund) und dann versucht, den eingefangenen Frühling auf Papier zu bringen - das war gar nicht so leicht. Aber schließlich haben wir doch etwas Frühling ins Haus gebracht:

27. März: Pizza zum Essen und zum Spüren

Heute wollte Lisa ganz dringend Pizza haben, also gut..
Lisa mischte Mehl, Germ, Wasser, Salz und Öl mit dem Sandkistenbagger - äh nein, das hätte beim Kauen so geknirscht, daher nahmen wir doch den Knethaken.

Weil es soviel Spaß machte, kneteten wir den Teig danach hingebungsvoll mit bemehlten Händen. Um das Wohlgefallen des Pizzateiges noch zu steigern, deckten wir ihn liebevoll mit einem Geschirrhangerl zu und stellten ihn in den Ofen. Dann wollte Lisa unbedingt sofort Pizza belegen. Jetzt gleich und auf der Stelle! Während der Teig Zeit für seinen Schönheitsschlaf brauchte, übten wir das Pizza belegen mit folgender Pizzamassage:

Zuerst muss der „Teig“ (der Rücken, das Kind,…) ganz ordentlich geknetet werden. Mal mit der rechten, mal mit der linken und dann mit beiden Händen, damit es eine besonders gute „Pizza" wird. Nach dem Kneten wird der „Teig" sanft bemehlt (gestreichelt) und mit einem Tuch (mit den Händen) zugedeckt, damit er ein bisschen rasten kann. Danach aufdecken, noch mal gut kneten und keinen Winkel vergessen! Jetzt wird der „Teig“ ausgerollt, flachgedrückt und vielleicht auch ein wenig sanft geklopft. Dann wird sanft „Tomatensauce“ verstrichen und ein paar „Knoblauchzehen“ (mit dem Daumen) gut zerdrückt. Vielleicht ein bisschen „Zuccinischeiben“ oder „Wurstscheiben" (mit der flachen Hand) drauflegen, ein bisschen „Oregano“ dazustreuen. Einige „Oliven“ verteilen (mit den Fingern), gut „salzen". Jetzt noch „Sardellen" und „Kapern" vorbeischwimmen lassen, „Mais" drüberrieseln und etwas „Mozzarella“ und gaaaaaaanz viel „Käse“ draufreiben… Die „Pizza“ backen (mit den Händen warmrubbeln) und dann aufknuspern, Mahlzeit! 

Lisa musste sehr kichern, besonders das Oregano und das Salz hatten sich lustig angefühlt! Da sich der echte Pizzateig noch nicht verdoppelt hatte, waren jetzt die Großen dran und freuten sich auf eine Pizzamassage!

Endlich war der echte Pizzateig aufgegangen. Wir richteten zum Belegen her, was der Kühlschrank und die Vorratskammer so zu bieten hatten.Dabei mussten wir zusehen, schneller herzurichten als weggegessen wurde...

Also flott den Teig direkt aufs Backpapier gelegt, gut bemehlt und ausgewalkt. Mit einem Glas kleine Kreise ausgestochen, Tomatensouce und Käse draufgegeben und dann endlich, endlich konnten die Kleinen ans Werk und nach Herzenslust aus ihren kleinen Pizzen große Kunstwerke zaubern.

Damit wir alle satt wurden, gab es ein zweites Blech mit Pizza a la Chaos.

Nun ab in den vorgeheizten Ofen und nach ca. 20 Minuten genießen!


Die Küche? Wie - die Küche? Achso - DIE Küche, nunja, jetzt kommt doch das Wochenende. Da ist dann genug Zeit um das Mehl-Tomatensouce-Gatsch-Chaos vom Boden, Tisch, Plafond und den Mitwirkenden zu entfernen. In zwei Tagen ist das wahrscheinlich schaffbar. Ein wunderschönes Wochenende wünsche wir!

 

Anmerkung zur Massage: Fühlt Euch frei, den Massagetext an Euren Lieblingspizzabelag, das Alter Eures Kindes und seine Massagevorlieben anzupassen! Kleine Kinder lieben es zur Abwechslung einmal uns Große zu massieren. Es ist immer wieder spannend, wie sie das tun und was von dem zuvor Erlebten weitergegeben wird.

 

Anmerkung zur Pizza: Pizza belegen mit kleinen Kindern kann sehr viel Spaß machen - wenn man Zeit hat. Sollte Euch das Teig machen zu lange dauern, Euch zu kompliziert erscheinen oder Ihr schlicht kein Lust haben, dann ist der gekaufte Pizzateig eine wunderbare Alternative. Wenn man gern in der Küche arbeitet und Teig kneten mag, ist selber mache eine schöne Sache - wenn allein die Vorstellung des klebrigen Teiges auf den Finger zu Schweißausbrüchen führt, wird es zur Qual für alle. Den gekauften Teig kann man auch wunderbar ausstechen und die Reste nochmals auswalken, wie wir aus eigener Erfahrung wissen ;-) Für alle anderen folgt hier unser Lieblingsrezept:

Teig:
300ml Wasser
3/4 Tl Salz
1 El Öl
450 g Mehl (glatt oder mit Vollkorn gemischt)
2 Tl Zucker
1 Pck Trockengerm ODER 1/2 Pck von einem Germwürferl

Belag:
passierte Tomaten (im Glas oder in der Dose)
Oregano
Salz
Gouda-Käseblock
weiterer Belag nach Belieben und nach vorhandenen Möglichkeiten

Backrohr auf 50 Grad anwärmen. Zutaten mit dem Knethaken vermixen, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Wer mag, kann danach noch mit bemehlten Händen dem Teig weiterkneten. Backrohr abdrehen (!), Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und auf die unterste Schiene in den angewärmten Ofen stellen. Ca. 1,5 Stunden gehen lassen.

Tomaten, Oregano und Salz in einer Schüssel mischen und den  Käseblock reiben.

Den Pizzateig gleich direkt am Backpapier ausrollen und mit einem Glas Kreise ausstechen. Oder nur wenig Teig nehmen und mit den Händen in Form ziehen. Beim Auswalken genug Mehl auf den Teig streuen, sonst geht Eure Pizza mit dem Nudelwalker eine innige Verbindung ein...

Backrohr vorheizen und dann nach Herzenslust belegen. Die Kleinen sind da meist kreativer und wählen manchmal sehr genau wo dieses eine Maiskorn auf der Pizza liegen soll. Schön, wenn sie dafür ausreichend Zeit bekommen können!

Etwa 20 Minuten bei 180 Grad backen. Oder bei ca. 150 Grad und Heißluft, wenn zwei Backblech gleichzeitig im Rohr sind.

26. März: Ostern "rutscht" näher

Ostern fing bei uns immer schon am Ostersamstag an - mit einer gemütlichen, gemeinsamen Osterjause in größerer Runde. Eier pecken, Schmäh führen, Nestchen suchen und hoffen, dass man alle im Garten versteckten Eier gefunden hat. (Wenn nicht, dann machen sich die spätestens im Mai geruchstechnisch bemerkbar - und nein ihr müsst es nicht ausprobieren, das haben wir schon im großelterlichen Garten gemacht...) Nach derzeitigem Stand wird das wohl heuer nicht in großer Runde stattfinden. Also haben wir Karten gestaltet.

Für die Karten falteten wir ein A5 (ca. 11cm x15cm). Das passt dann gut in ein übliches Kuvert. Wir hatten etwas dickeres Zeichenpapier da, normales Druckerpapier reicht genauso. Dann holten wir noch Borstenpinsel, etwas Wassermalfarbe, eine Malschürze und eine unempfindliche Unterlage - ein altes Tischtuch, ein Plastiksackerl oder die Rückseite vom Nudelbrett. Dann konnte es auch schon losgehen!

Einen Finger mit etwas Farbe anmalen ....

... und auf die Karte drücken. Je nach Farbe und Ort wurde das ein Hase, eine Karotte, der Himmel oder das Gras. (Die Hasenohren sind mit der Kante des kleinen Fingers gedruckt.) Während die Farbe trocknete, war dringend Bewegung notwendig. Ein Holzbrett stand hier schon länger unmotiviert in Gegend herum und kam uns gerade recht. Das eine Ende aufs Sofa gelegt und schon war die Rutsche fertig!

Lisa ist eine ganz schöne Rübe. Das Sofa war nicht hoch genug, daher legten wir noch Pölster unter, damit die Ruschtpartie schneller wurde.

Das machte so großen Spaß, dass hier alles Mögliche rutschen durfte - die Lisa, die anderen Kinder, Elefanten, Autos, .... Schließlich ließ die Bewegungslust nach und wir bestaunten die mittlerweile getrockneten Karten. Zumindest diesen lieben Ostergruß können wir heuer teilen!

Anmerkung zum Rutschbrett: Wenn die Kinder rutschen, bitte das Brett halten! Lisa ist ein Fliegengewicht, daher hält das Brett gut an Ort und Stelle, aber bei den Kindern könnte das Brett verrutschen.

Anmerkung zu den Osterkarten: Lisa ist schon älter und wir konnten uns gut verständigen, wo die Abdrücke am Papier ungefähr hin sollen. Kleiner Kinder freuen sich, wenn sie ihre Abdrücke dort machen können, wo sie wollen. Auch wenn dann die Küken unter dem Gras sitzen und die Karotte im Himmel hängt. Picasso hat sich schließlich auch nicht an die klassische Idee von einem Bild gehalten... Wenn die Kinderhände vorher etwas eingecremt werden, saugt die Haut weniger bis gar nichts von der Farbe auf. Statt Wassermalfarben eignen sich auch Fingermalfarben oder was sonst im Haus verfügbar ist. Notfalls kann auch der Umriss des Fingers mit einem Bleistift abgezeichnet und dann mit Buntstift ausgemalt werden. Die großen Hasen sind aus einem Handabdruck ohne Daumen entstanden, bei dem zwischen Mittel- und Ringfinger Platz gelassen wurde. Dann wurde die Kante des kleinen Fingers mit rosa bemalt und nochmals bei den Ohren aufgedruckt. Die Küken bestehen aus einem gelben Fingerabdruck und aufgemalten Augen, Schnabel, Flügel und Beinen.

25. März: Schwimmen und Cremen

Lisa ist ein sehr neugieriges Mädchen. Daher wollte sie herauszufinden, welche Gegenstände schwimmen und welche nicht. Dafür suchten wir verschiedene Dinge zusammen - eine Holzente, eine Schwimmente, eine Nuss, ein Fläschchen... und füllten eine große Schüssel mit Wasser.

Lisa probierte gleich selbst aus, welche Gegenstände schwimmen und welche plötzlich am Boden der Schüssel lagen. Eine pädagogisch wertvolle Erfahrung - theoretisch. Praktisch ist das Bestaunen der verschiedenen physikalischen Eigenschaften recht schnell in ein Pritscheln, Ausprobieren und Füße hineinhalten übergegangen. Naja, genau dafür hatten wir vorsorglich das Gewand ausgezogen...

Auf jeden Fall machte es allen Spaß und versüßte uns die Zeit! Als schließlich mehr Wasser auf dem Tuch als in der Schüssel war, beendeten wir das Experimentieren und legten alles trocken - Lisa, die Gegenstände, den Boden, uns selber. So (fast) nackig im Handtuch sitzend bekam sie dann noch eine Cremedose in die Hand. Im Alltag wird sie eingecremt. Aber zwischen Abendessen kochen, Zähneputzen und Arzttermine organisieren ist dafür die Zeit manchmal rar. An so einem Experimentiertag wie heute konnte Lisa sich entspannt Zeit lassen. Sie begann sich mit Tupfen zu bemalen, verstrich die Creme selbst, spielte ein wenig mit der Creme in den Händen und gab auch uns einen Tupfer auf die Nase.

So rundum eingecremt und entspannt konnte uns der restliche Tag nichts mehr anhaben!

Anmerkung: Babys sind mehr mit den unmittelbar spürbaren Sinneseindrücken beschäftigt. Ob etwas schwimmt, ist meist noch uninteressant. Mit Creme betupft, bemalt und genußvoll eingecremt zu werden lieben sie hingegen umso mehr!

24. März: Schiffe im Wind

Lisa mag den Wind. Allerdings nicht den kalten Nordwind draussen vor der Türe. Sie war froh, dass sie heute nicht in diese Kälte hinaus musste. Aber bei uns herinnen blies auch der Wind. Sehr stürmisch sogar!

Lisa verwandelte sich in einen Baum, einen Vogel und eine luftig leichte Wolke im Wind:

Dazu sang sie mit Begeisterung laut und stürmisch das Lied: "Komm stell dich mal mit mir in den Wind".
Dabei kam ihr die Idee, dass sie doch für die ganz Kleinen hier ein paar Schiffchen im Wind auf hoher See wirbeln lassen könnte. Zuerst nahm Lisa bunte quadratische Zettel mit ca. 15x15cm und bastelte 7 cm große Dampfschiffe. Am Anfang war es noch etwas schwer, aber bald ging es immer besser und Lisa bastelte ziemlich viele Schifferl. Aus Geschenkpapier, aus einfärbigem Papier, aus bunten Zeitungsausschnitten ...

Lisa fädelte die Schifferl begeistert auf einen Faden und wir halfen ihr, sie mit einer Holzkugel und einem Knoten zu fixieren - damit die Schifferl beim Wind nicht in Seenot kamen und herunterrutschten. Nun ging sie doch kurz vor die Tür, denn sie brauchte einen Ast um alles aufzuhängen.
Psst - ein kleines Stangerl oder ein Kochlöffel hätten zwar auch gereicht aber Lisa ... nunja...

Lisa freute sich, dass sie schon soviel beim Falten und Fädeln mitmachen konnte. Sie sucht einen guten Platz für ihr Mobile, so dass die ganz Kleinen sich darunter legen und dem Treiben zusehen konnten. Danach durften die Schiffleins im Wind tanzen!

23. März: Sockentheater und Hindernislauf

Seid ihr neugierig, wie wir unser Wochenende verbracht haben? Nun - Wir haben so weltbewegende Dinge gemacht, wie in unserer Single-Socken-Börse Paare gesucht.

Manche Socken in dieser Börse kennen sich schon länger und begrüßen sich dann überschwänglich...

... oder beißen sich auch einmal in die Nase, wenn einer frech war!

Manchmal sind sie auch sehr hungrig. Wobei, nicht jede mag gern Palatschinken...

...die eine oder andere hat doch lieber gerne den pikant gefüllten Strudel.

Eine der Singlesocken hat sich ganz besonders hübsch gemacht. Sie hätte das mit Nadel, Faden, Knöpfen und sonstigen Dingen machen können, wie jede andere Socke auch. Aber unsere Individualistin hat sich ganz unkompliziert mit Klammermaschine  und Kleber gestylt!

Nachdem Lisa und wir dem Klatsch und Tratsch der Socken-Börse eine Weile zugesehen haben, hatten wir Lust auf etwas Bewegung.
Wir verrückten das Sofa, kippten das Bett, stellten den Kühlschrank auf den Kopf und drehten die Wohnung einmal um und wieder zurück. Dann versuchten wir darüber...

... oder drunter...

... zur Socken-Börse zurück zu kommen, denn die Socken hatten bereits alles aufgegessen und waren wieder eingeschlafen. Wir mussten sie alle behutsam in die Box zurücklegen - denn Futter gibt es erst wieder nach der nächsten Wäscheladung!

20. März: Siebenschritt und Farbenspiel

Heute morgen hat sich Lisa - noch im Pyjama - gleich die Liedermappe geschnappt und durchgeblättert.

Dieses Lied hat es ihr besonders angetan:

Also haben wir vor dem Frühstück getanzt und gesungen:

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, (sieben Schritte vorwärts)
wo ist nur mein Schatz geblieben? (sieben Schritte rückwärts)
Ist nicht hier, (einen Schritt zur Seite)
ist nicht da, (einen Schritt zurück)
ist wohl in Amerika! (einmal im Kreis drehen)
Ist nicht hier, (einen Schritt zur Seite)
ist nicht da, (einen Schritt zurück)
ist wohl in Amerika! (einmal im Kreis drehen)

Beim Tanzen sind wir über einen Farbwürfel gestolpert. Dinge nach Farben zu sortieren macht Lisa gerade sehr viel Spaß. Daher haben wir gewürfelt und dann versucht, Dinge mit genau dieser Farbe in unserer Wohnung zu finden.

Unser Farbwürfel hat ein schwarzes Feld. Es war gar nicht so leicht, etwas Schwarzes zu finden. Zum Glück gibt es hier auch ältere Kinder, so dass sich Lisa ein Legoauto stibitzen konnte. Aber psst - verratet uns nicht!

Anmerkung: Zum Mitsingen gibt es zwei Möglichkeiten,
einmal mit Text und Varianten zum Üben und
einmal als Karaoke-Version.

Viel Spaß damit und ein schönes Wochenende wünschen wir!

19. März: Mäusespaziergang und Reiswanne

Ein kleines 2-Finger-Mäuschen kam heute früh zu uns und spazierte ganz frech auf Lisa herum. Mal lief es zum Kopf, mal zum Fuß, und dazwischen schaute es auch noch bei den Ohren vorbei!

Nachdem das Mäuschen weiterlief, bis es alle Körperteile besucht hatte, begleiteten wir den kleinen Krabbelgast mit diesem Sprüchlein:

Trippeltrapp, die kleine Maus läuft herum im ganzen Haus.
Sucht ein Plätzchen hier,
wo bleibt sie steh'n bei dir?
B
ei deiner Schulter!

Das Mäuschen war sehr gründlich. Es lief auch zur Nase, den Ellenbögen und sogar zum kleinen Zeh! Schließlich verschwand es so zauberhaft wie es gekommen war.

Nach dieser angenehmen, etwas kitzeligen Massage füllten wir kurzerhand einen Kilo Reis in die trockene Babybadewanne, legten ein großes Tuch auf, stellten die Wanne darauf und setzten Lisa samt einem Schöpfer und ein paar Spielgefäßen hinein. Das gab uns die nötige Zeit, unseren Frühstückskaffee zu trinken und sogar noch die Überschriften der Nachrichten zu lesen. 

Zum Schluss kehrten wir gemeinsam den Reis, der sich leider nicht immer an die Tuchbegrenzung gehalten hatte, zusammen und freuten uns gemeinsam über diese nette Spielezeit.

Lisa freute sich, weil sie endlich nach Herzenslust schütten konnte, ohne ständig ein entsetztes  "Nein!" zu hören, und wir freuten uns, weil der Tag mit einem entspannten Morgenkaffee begonnen hatte.

Anmerkung: Sollte die Badewanne auch noch für andere Zwecke als Reis-Schütt-Spiele verwendet werden, kann der Reis in eine Box gefüllt und so zu einem anderen Zeitpunkt wiederverwendet werden.

18. März:  Schwungtuch und Apfelgesicht

Heute haben wir das Bett neu bezogen. Lisa ist gleich einmal unter das Leintuch gekrabbelt und hat sich versteckt. Verstecken spielen unter dem Leintuch - das hat schon die ersten Sonnenstrahlen ins Gemüt gezaubert. Aber wirklich lustig hatten wir es dann, bevor wir die Bettdecken bezogen haben.

Der leere Bettbezug eignet sich wunderbar, um als Schwungtuch verwendet zu werden. Lisa hat sich zunächst in die Mitte gelegt, und wir haben die Enden so auf und ab bewegt, dass lustige Wellen und Wind entstanden sind.

Aber auch unter den Bettbezug krabbeln und die Wellen von oben spüren hat Spaß gemacht. Schließlich ist Lisa immer mutiger geworden und hat sich getraut, durch die Wellen durchzulaufen oder auch unten durch zu krabbeln. Das Bett beziehen hat etwas länger gedauert – dafür waren nachher alle gut bewegt und gut gelaunt!

Anmerkung: Wenn du das mit deinem Kind nachspielst, achte darauf, dass rundherum genug Platz ist. Wer kein so großes Bett zur Verfügung hat, kann das auch gut am Boden machen. Dann achte bitte darauf, dass dein Kind nicht ausrutscht, vor allem wenn es über den Stoff läuft. Auch kleine Babys lieben es, Wind und Wellen zu spüren. Lege dein Baby oben drauf und lasse es sanfte Wellen und Wind spüren.

Nach dem Spiel kommt das Apfelgesicht gerade recht.

Eine entkernte Apfelhälfte mit einem kleine, spitzen Messer wie auf dem Foto bearbeiten. Augen, Nase und Mund werden dabei nur so wenig ausgeschnitten, dass die Schale und etwas Fruchtfleisch herausnehmbar ist, jedoch nicht ganz durchgestochen, da sonst das Gesicht auseinanderfällt.

Die abgeschnittenen Teile werden als Zähne und Nase drapiert.

Dann gemeinsam bestaunen und genießen! :)